Die Füsse sind aber auch das Fundament des gesamten Körpers. Gelenkschäden an den Knien, Hüften und Wirbelsäule, Bandscheibenleiden, Fehlhaltungen im Schulterbereich sowie Verspannungen und Kopfschmerzen können Fussfehlstellungen als Ursache haben.
Aufgrund der Analyse (Variante 1 oder Variante 2) werden die erforderlichen Korrekturen definiert. Mit Hilfe des Vakuumkissens werden die Füsse in die optimale Position gebracht. In dieser korrigierten Stellung wird das Basismaterial der Einlagen direkt an die Form des Fusses angeformt. Somit ist eine optimale Passform garantiert. Anschliessend wird diese Grundform mit den erforderlichen Materialien verstärkt und wo nötig weichgebettet. Die Materialien werden belastungsspezifisch ausgewählt (Gewicht, Alter, Krankheitsbild, Sportart …).
Die Versorgung mit sensomotorischen Einlagen ist in der
Orthopädie ein viel diskutiertes Thema. Vor allem in der Kinderorthopädie
gewinnt diese Art von Schuheinlagen immer mehr an Bedeutung und hat sich schon
seit einiger Zeit weitestgehend etabliert. Bei der Versorgung von Platt- oder
Knick-Senkfüssen bietet diese Versorgungsart ganz neue Möglichkeiten. Die
Korrekturen am Bewegungsapparat sind nicht
mehr passiv sondernaktiv und
müssen somit vom Körper selbst vorgenommen werden.
Im Unterschied zur klassischen Versorgung mit orthopädischen
Schuheinlagen konzentriert sich die Versorgung mit sensomotorischen Einlagen
nicht „nur“ auf die Statik und Dynamik. Die Versorgung mit sensomotorischen
Schuheinlagen konzentriert sich ganz speziell auf die Eigenwahrnehmung
(Propriozeption) unseres Körpers. Über die Nerven werden Reize aufgenommen und
an das zentrale Nervensystem weitergeleitet. Diesen Prozess bezeichnet man als
Sensorik. Diese Reize werden aufgenommen und als Bewegung an die Muskulatur
weitergeleitet. Hier spricht man dann von der Motorik. Diese zwei
Körperfunktionen ergeben zusammen den Begriff Sensomotorik.
Mit sensomotorischen
Einlagen versucht man nun also, durch gezielte Reize auf das Nervensystem
einzelne Muskeln oder ganze Muskelsysteme zu aktivieren oder zu hemmen.
Geschieht dies über einen längeren Zeitraum, können ganze Bewegungsmuster und
auch die Halte- und Stützfunktionen des ganzen Körpers positiv verändert
werden.
Analog zu den konventionellen orthopädischen Schuheinlagen
werden die sensomotorischen Einlagen von den Krankenkassen zu einem grossen
Teil übernommen (mit Arztverordnung und Zusatzversicherung).